https://www.deutsche-schachjugend.de/sport/dvm/
Traditionell schließt sich das Schachjahr zwischen Weihnachten und Neujahr mit einem Highlight: den Deutschen Vereinsmeisterschaften. In 166 Viererteams (plus Ersatzspielern/-innen) wurde in acht Altersklassen, an sieben Standorten in Deutschland um den Titel „Deutscher Vereinsmeister“ gekämpft. Erstmals kamen drei Teams aus Mülheim.
U10 in Stuttgart https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u10/
Unsere U10 hatte sich bei den NRW-Meisterschaften nicht direkt qualifizieren können und erhielt einen Nachrückerplatz. Daher war klar, dass die Konkurrenz mit insgesamt 40 Teams stark werden würde. Zudem war der Zeitplan straffer als in den anderen Altersklassen, so dass die Meisterschaft nur drei Tage dauerte und an zwei Tagen je drei Partien gespielt werden mussten.
Mit einer Durchschnitts-DWZ von 1173, war unser Team an Platz 25 der Startrangliste gesetzt. Zum Vergleich, die vier Top Teams hatten eine Durchschnitts-DWZ von über 1500.
Unser Spitzenbrett Arthur spielte als einziger alle 7 Runden durch und holte in einigen sehr spannenden Partien insgesamt 3 Punkte. Beeindruckend vor allem ein Remis gegen Arian Allousi, der über 500 DWZ Punkte mehr aufweisen konnte und erst kürzlich bei den FIDE World Cadet Championships U10 teilgenommen hat. Außer Arthur schaffte es bei den DVM kein anderer Spieler Arian Punkte abzunehmen! Auch die Aufgaben an den Brettern 2-4 waren keineswegs leichter. Hier wechselten sich Joshua, Elias, Aahil und Korhan ab, so dass alle 1-2 Runden Pause hatten. Topscorer des Teams war Elias mit unglaublichen 5 Punkten aus 6 Spielen.





Insgesamt konnten die Mülheimer 3 Mannschaftskämpfe gewinnen, ein weiterer endete remis. Am Ende reichte zu einem tollen 18. Platz – nur knapp hinter Brackel (Platz 16) und dem Düsseldorfer SV (Platz 17). Da Arthur, Elias und Korhan auch im Jahr 2026 noch in der U10 spielen dürfen lässt dies für das kommende Jahr hoffen.
Die erste große Meisterschaft ist ein wirklich nervenaufreibendes Erlebnis. Es wird gemunkelt dass gerade die Eltern, Betreuer, Trainer nervlich noch belasteter waren als unsere jungen Spieler. Hier wurde berichtet, dass einige zuhause in einen verdienten Dornröschenschlaf gefallen sind.
U12w in Neumünster https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u12w/
Wie die U10 hatten sich unser U12w Team bei den NRW-Meisterschaften nicht direkt qualifizieren können. Als die Info kam, dass das Team im Nachrückverfahren einen Startplatz bekommt war die Freude bei Amilia, Helena und Mailin riesig. Die drei waren schon 2024 in Bad Homburg dabei gewesen und wollten dieses Erlebnis unbedingt wiederholen. Das Team wurde vervollständigt durch Gastspielerin Dalia (Brett 1) und Pranalika.
Mit einem DWZ-Schnitt von 1058 war das Team auf Rang 18 gesetzt. Die Top 11 Teams hatten einen DWZ-Schnitt von über 1200, die ersten beiden Teams sogar über 1400. Unsere Mädels – mit Mailin und Helena als U10w Spielerinnen – waren also krasse Außenseiterinnen. Sie hatten sich als Ziel gesetzt, mehr Mannschaftspunkte als im Vorjahr (3) zu erkämpfen und die Partien nicht zu Schnellschach Partien umzuwandeln.
An Brett 1 hatte Dalia die schwerste Aufgabe. Sie hat mit Abstand die längsten Partien gespielt, konnte sich aber gegen die deutlich erfahreneren Spielerinnen oft nicht durchsetzen.





Auch die anderen vier Spielerinnen hatten auf dem Papier häufig deutlich überlegene Spielerinnen. Aber bei Deutschen Meisterschaften zeigen gerade die jungen Spielerinnen und Spieler Nerven. Sowohl megastarke Partien, als auch Partien mit Patzern, die mal gut und mal nicht so gut endeten, ließen die Herzfrequenzen der Betreuenden in die Höhe schnellen. Es wurde gemeinsam gelacht und Siege gefeiert, aber auch Trostschokolade kam zum Einsatz.
5 Mannschaftspunkte und damit die Zielerreichung wurden mit „Zoomania 2“ im Kino und mit einem Pizzeria Besuch zwischen den Partien gefeiert. Seitens des ausrichtenden Vereins gab es ebenfalls einen Filmabend („Lang lebe die Königin“) und eine Schnitzeljagd. Im Ersatzspielerinnenturnier kamen unsere Mädels auf den undankbaren 4. Platz.
Unsere Mädels hatten auf jeden eine tolle Zeit und wollen, bis auf Pranalika, die dann nicht mehr in der U12w startberechtigt ist in 2026 wieder angreifen.
Jede Menge Impressionen gibt es auf der Seite von TuRa Harksheide https://www.tura-schach.de/dvm-u-16w-2024
U20w in Rotenburg (Wümme) https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u20w/
Für die U20w war keine Vorqualifikation erforderlich. Von den insgesamt 10 gemeldeten Teams ging unser Team mit der geringsten Durchschnitts DWZ an den Start. Mit Beesan und Gastspielerin Kim saßen an Brett 1 und 2 zwei starke und erfahrene Spielerinnen. Samprita an Brett 3 hat erst Anfang 2025 mit dem Vereinsschach begonnen und spielt eigentlich noch U16w. Ihr gelangen zwei Siege gegen deutlich stärkere Gegnerinnen. An Brett 4 wechselten sich Xenia (U14w) und Tabea (U10w) ab. Ihre Gegnerinnen waren deutlich älter, erfahrener und hatten mindestens 200 DWZ Punkte mehr. Trotzdem gelang Tabea in der fünften Runde ein Sieg, so dass dieser Mannschaftskampf an die Mülheimerinnen ging. In der zweiten Runden hatten sich unsere Mädels bereits ein Remis gesichert.


Mit dieser tollen Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und Newcomerinnen reichte es nach 7 Runden zu einem fantastischen 8. Platz.